
Wann: Sonntag, 07.03.2010, um 20.00 Uhr; wo: Krakowskie Przedmieście 5, vor dem Tor, gegenüber der Universität Warschau (UW).
Empathie macht alles möglich. Die Situation, die stattfand, bestand in einem intuitiven Tanz der Beteiligten mit den Elementen, die sie berührten. Das fünfte Element war auf dem Saxofon gespielte Musik; jedes der übrigen wurde in einer visuellen Geste gefasst. Es begann mit einem aus Sand gezeichneten Mandala, in dessen Mitte eine Kerze entzündet wurde. Später kamen weitere Flammen hinzu, mit Wasser gemalte Muster, luftgefüllte Plastiktüten, die frei im sie bewegenden Wind flogen, eine Installation an einer Schnur, die sie anhob, als sie bereits am Boden lagen, ein wehender Stoff, durch ein kleines Pfeifenröhrchen geblasene Seifenblasen, ein Regen von Papierstückchen und eine Reihe weiterer kleiner Eingriffe, die alle Anwesenden in eine besondere Atmosphäre visueller Poesie eintreten ließen.
Jede der genannten Tätigkeiten blieb für sich genommen ein leeres Zeichen. Doch in dem Augenblick, in dem der Schaffende ihr Potenzial öffnete, strömte Energie aus ihr. Die Schaffenden öffneten diese Botschaft und gaben ihr eine Richtung. Das Ganze hatte den Charakter einer intuitiven Straßenaufführung; am schönsten waren darin jedoch jene Nuancen, über die sich nicht schreiben lässt.
