Manifest der antiagentiven Kunst
Vollständige redaktionelle Übersetzung aus dem Polnischen; Originalquelle · PDF 116
Manifest der antiagentiven Kunst
Antiagentive Kunst verweigert die automatische Simulation von Beziehungen dort, wo der Mensch, Verantwortung, Fürsorge, Beurteilung oder Zukunft auf dem Spiel stehen. Sie beginnt dort, wo eine simulierte Beziehung zum Missbrauch wird. Nicht jede Frage sollte an einen Chatbot gehen. Nicht jedes Publikum lässt sich durch ein Profil ersetzen. Nicht jeder Studierende sollte automatisches Feedback anstelle eines Gesprächs erhalten. Nicht jede Institution darf den Menschen hinter einer Serviceschnittstelle verbergen.
Antiagentivität verteidigt das Recht auf einen Menschen. Das Recht auf einen Menschen bedeutet das Recht auf die Antwort einer Person, wo eine Entscheidung Beurteilung, Fürsorge, Konflikt, Verletzung, Zukunft, Zugang, Ausschluss oder Verantwortung betrifft. Automatische Empathie ist keine Empathie. Simulierte Fürsorge ist keine Fürsorge. Interaktion ohne Risiko ist keine Beziehung.
Ihre Formel lautet: Wo Verantwortung für die Zukunft auf dem Spiel steht, darf der Mensch nicht hinter dem Automaten verschwinden.
– Manifest der antiagentiven Kunst