Oskar Chmioła / Werke und Aktionen
Gerechtigkeit
Sprawiedliwość
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Zyklus: Realität · Performance 4 von 9
Drei Teile — Odliczanie, Sprawiedliwość und Etykanie — verbinden Bezüge zum Dezember 1970 mit der Frage nach Gerechtigkeit. Das Publikum wurde zur Teilnahme eingeladen; dabei kamen auch AAC-Piktogramme zum Einsatz.
Redaktionelle Beschreibung auf Grundlage der erhaltenen Quelle
- Datum
Beteiligte und Rollen
- Oskar Chmioła — Performance
Vollständige Texte und Dokumentation
Bildunterschriften und Urheberangaben bleiben in ihrem Quellenkontext. Die Dokumentation einer Gruppenausstellung dokumentiert nicht automatisch ausschließlich Werke von Oskar Chmioła.
Bildende Kunst
Eigenständiger Quelldatensatz · chmiola.com
GIBT ES GERECHTIGKEIT?
Sprawiedliwość
Vierte Performance aus Oskar Chmiołas Zyklus Realność
14.10.2017
Die Veranstaltung gliederte sich in drei Teile: die Vorbereitung unter dem Namen „Odliczanie“, die Ausführung unter dem Namen „Sprawiedliwość“ und den Dialog unter dem Namen „Etykanie“. Die Performance Odliczanie fand an einem Punkt des Platzes unmittelbar über Robert Kuśmirowskis Kunstinstallation pokój śmierci / Karcer statt (vor dem Denkmal für die Opfer des Dezember 1970). Die übrigen Aktionen wurden an verschiedenen Stellen auf dem gesamten Platz ausgeführt.
In der Performance Sprawiedliwość versuchte ich, das Wesen der Gerechtigkeit durch einfache Metaphern und Symbole sichtbar zu machen und mich dabei auf die Ereignisse des Dezember 1970 zu beziehen. Ich berührte konkrete, sensible und schwierige Themen, bemühte mich jedoch um eine universelle künstlerische Äußerung, deren Sinn jeder zumindest intuitiv verstehen kann. Deshalb lud ich alle Menschen unabhängig von Alter, Überzeugungen oder Kultur ein, darunter auch Menschen mit Behinderungen, unabhängig von deren Grad und Art.
Gibt es Gerechtigkeit auf der Welt? Existiert sie an sich als Idee? Ist es die moralische Pflicht jedes Menschen, sie zu beachten? Wie lässt sich in einer Welt vieler Standpunkte abwägen, was gerecht ist? Ist sie eine Vereinbarung, durch die sich Menschen von Tieren unterscheiden? Ist gerechtes Regieren möglich? Kann Macht gerecht sein? Sollten die gesetzgebenden, ausführenden und rechtsprechenden Organe eines Staates voneinander getrennt sein? Lässt sich eine gerechte Verteilung der Güter denken? Wie wäre eine Welt ohne gesellschaftliche Spaltungen und Unterschiede? Wer ist ein gerechter Mensch? Und wer darf überhaupt beurteilen, was gerecht ist?
Dank der Unterstützung des integrativen Vorschulangebots Dzwoneczek und des Vereins „A TO MY“ wurde in der Performance alternative Kommunikation in Form Unterstützter Kommunikation mit AAC-Piktogrammen eingesetzt (http://www.piktogramy.com.pl/piktogramy/). Als Mitarbeiter der Einrichtung und Vorstandsmitglied des Vereins sowie dank der fachlichen Unterstützung von Spezialisten mit jahrzehntelanger Erfahrung konnte ich gewährleisten, dass die Performance für Menschen im Autismus-Spektrum zugänglich und angenehm war.
Die Performance Sprawiedliwość sollte der Meditation über die genannten und ähnliche Fragen dienen. Ihr gesamter Aufbau forderte zu einer unmittelbar anschließenden performativen Äußerung über Gerechtigkeit heraus und regte dazu an. Jeder konnte eigene Materialien und ein eigenes Konzept mitbringen und es während „Etykanie“ öffentlich präsentieren. Bei der kollektiven Performance konnte man miteinander interagieren, musste es aber nicht.
Bearbeitungsstand
Die Vereinheitlichung von Daten, Techniken und Rollen sowie der Vergleich mit aktuellen Quellen bleiben zu prüfen.